Gelber Schimmel – rechtzeitig erkennen und Kosten sparen

Aspergillus Flavus, was sich so poetisch anhört, ist in Wahrheit lediglich die lateinische Bezeichnung für den gelben Schimmelpilz. Dieser zeichnet sich durch mehrere gelbe Farbschattierungen aus, welche durchaus auch grüne oder braue Farbtöne beinhalten können. Was diese Schimmelpilzart so gefährlich macht, ist das sie aufgrund der hellen Färbung relativ lange unentdeckt bleiben kann. Auf beigen Tapeten oder den Rückseiten von an Außenwänden grenzenden Möbelstücken finden die gelben Schimmelpilze bei ausreichender Luftfeuchtigkeit ideale Lebensbedingungen, ohne jedoch schnell mit bloßem Auge erkannt zu werden. Daher ist es ratsam, wenn man gelben Schimmel entdeckt, die betroffenen Stellen möglichst großflächig zu behandeln, um eventuell entstandene aber noch nicht sichtbare Schimmelsporen ebenfalls rückstandslos zu entfernen. Dies dient zum einen der eigenen Gesundheit und wirkt sich auch positiv auf die Kosten für die Renovierung oder Sanierung der betroffenen Stellen aus.



Gelber Schimmel – Pilzsporen mit antiken Wurzeln

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte der Fluch des Pharao zum Schrecken vieler Archäologen und Grabräuber in Ägypten. Für lange Zeit galten die plötzlichen Todesfälle nach der Öffnung der Grabkammern ägyptischer Pyramide als mysteriös und lieferten deshalb viel Stoff für Mythen und Spekulationen. Moderne Wissenschaftler gelang es jedoch den wahren Schuldigen hinter diesen Todesfällen ausfindig zu machen, den gelben Schimmelpilz. Verantwortlich hierfür waren die Grabbeigaben wie Brote und andere Lebensmittel, auf denen sich die Schimmelpilze für Tausende von Jahren ungestört entwickeln und vermehren konnten. Da die Grabkammern zudem luftisoliert waren, war die Konzentration von Schimmelsporen in der Luft dementsprechend hoch. Archäologen in der heutigen Zeit sind sich dieser Gefahren bewusst und betreten unentdeckte Pyramiden und Grabkammern ausschließlich mit Vorsichtsmaßnahmen wie einem Mundschutz.

Die gesundheitlichen Risiken beim Kontakt mit gelbem Schimmel

Wie die meisten Schimmelarten gilt auch der gelbe Schimmel als hochgradig gesundheitsgefährdend. Zu den typischen Orten für die Entstehung von gelbem Schimmel zählen neben Rückwänden von Möbelstücken und Außenwänden ebenfalls

  • Blumenerde
  • Tiereinstreu für Kleintierkäfige
  • Baumwollstoffe und
  • stärkehaltige Getreidearten.

Besonders durch die Entstehung von unentdecktem gelbem Schimmel auf Brot geht durch den Verzehr eine nicht zu unterschätzende Gefährdung für den Organismus aus. Für bereits geschwächte Menschen können unter anderem Leberkrebs oder Herzversagen zu den schwerwiegenden Folgen bei der Nahrungsaufnahme von gelbem Schimmel führen. Hervorgerufen werden diese Folgen durch die im gelben Schimmelpilz enthaltenen Aflatoxine, welche sich im menschlichen Körper wie Gift ausbreiten und nur schwer vom menschlichen Immunsystem bekämpft werde können. Beim Kontakt mit gelbem Schimmel wie etwa auf Blumenerde ist es daher ratsam immer Gummi- oder Einmalhandschuhe und eventuell einen Mundschutz zu verwenden, um die aufgewirbelten Schimmelsporen nicht versehentlich einzuatmen.