Roter Schimmel – ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit

Früher war der rote Schimmel für die Allgemeinheit unter dem Namen Bäckerschimmel bekannt. Dies hatte den Grund, dass der rote Schimmel gerne auf Getreide wächst und somit zu einem lästigen Problem vieler Backstuben wurde. Roter Schimmel zeichnet sich durch mehrere tiefrote bis zu Rost reichende Farbtöne aus, die sich besonders auf hellen Tapeten schnell abzeichnen. An Wänden tritt der rote Schimmel häufig in Verbindung mit anderen Schimmelarten auf, welche die rote Färbung leicht überdecken können. Nachdem der Schimmel erkannt wurde, erspart ein schnelles Handeln kostspielige Sanierungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Begünstigende Faktoren für roten Schimmel

Roter Schimmel entsteht bevorzugt auf Tapeten, Kartonverpackungen, Holz oder Papier, da sich diese Schimmelpilzart fast ausschließlich von Zellulose ernährt. In den Wintermonaten begünstigen die unterschiedlichen Temperaturen in den Räumen und den Außenwänden eine schelle Bildung von Schimmel. Doch auch in den restlichen Monaten sind Räume in denen regelmäßig Wasserdämpfe entstehen, wie im Bad oder der Küche ein guter Nährboden für Schimmelsporen. Da der rote Schimmel oft in diesen Räumen auftritt, wird er häufig entweder nur als natürliche Verfärbung von Fugen und Co durch den Kontakt mit Reinigungsmitteln wahrgenommen oder sogar mit Rost verwechselt. Da Schimmel jedoch je schneller er erkannt wird auch unkomplizierter entfernt werden kann, gilt es im Zweifelsfall einen Fachmann zu Rate zu ziehen, um hohe Kosten durch eine umfangreiche Sanierung zu vermeiden.



Gesundheitsrisiken bei Kontakt mit rotem Schimmel

Wie bei allen Arten von Schimmeltypen, gilt es auch bei der Entfernung von rotem Schimmel den Kontakt mit den Händen und Atemwegen unbedingt zu vermeiden. Die große Bandbreite an möglichen Folgeerkrankungen umfassen neben den typischen Atemwegsinfekten auch Magen-Darm Beschwerden und Schlafstörungen. Bei diesen Erkrankungen handelt es sich jedoch zum Großteil um individuelle Symptome des Körpers, welche auf die Belastung durch die in den Organismus gelangten Schimmelsporen reagieren. Wenn solche Symptome über einen längeren Zeitraum ohne organische Ursache auftreten, kann ein Bluttest beim Arzt abschließende Klarheit bringen. Da im Blut gebildete Antikörper gegen Schimmelsporen leicht nachweisbar sind, kann neben einer Entfernung des roten Schimmels auch ein Arztbesuch aktiv dazu beitragen, die vom Schimmel angegriffene Gesundheit zu verbessern. Zu den Risikogruppen für mögliche Erkrankungen zählen

  • Kinder und Säuglinge
  • ältere Menschen
  • Schwangere sowie
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Diese Personen sollten, wenn sie Schimmel in ihrer Wohnung feststellen, unbedingt auch ihren Arzt davon in Kenntnis setzen, um mögliche Belastungen für die Gesundheit zu minimieren.