Schimmel im Keller – wiederkehrendes Problem vieler Immobilienbesitzer

Nirgendwo tritt so häufig und hartnäckig Schimmel auf als im Keller. Abhängig von der Jahreszeit oder anderen Quellen herrscht im Keller ein deutlich kälteres und unter Umständen feuchteres Klima als im Rest des Hauses. Besonders in Kellern, welche als Lagerräume genutzt und nur selten betreten werden, besteht immer die Gefahr, dass Schimmel für einen längeren Zeitraum unentdeckt bleibt. Geschieht dies findet der Schimmelpilz meist ideale Nährböden vor, um sich in hoher Geschwindigkeit auszubreiten. Bei immer wiederkehrendem Schimmel ist es ratsam, mithilfe eines Fachmanns die Ursache zu finden und zu beseitigen.

Schimmel entfernen im Keller – zuerst sicher die Ursache bestimmen

Schimmel im Keller kann viele verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten Gründen zählen

  • Unsachgemäßes Lüften
  • das Fehlen von Heizkörpern
  • geplatzte Außenwasserleitungen bei Frost und
  • niedrigere Temperaturen als in den oberen Etagen.

Weniger offensichtliche Gründe für die Bildung von Schimmel können auch undichte Abflüsse von Regenrinnen oder die Bildung großer Mengen an Kondenswasser durch Wäschetrockner sein. Erste Maßnahmen für die Verhinderung neuer Schimmelbildung sollten daher darin bestehen täglich die im Keller vorhandene Feuchtigkeit mit einem Hygrometer zu messen und bei einer dauerhaften Luftfeuchtigkeit von über 65% einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Liegt die Temperatur im Keller dagegen dauerhaft unter 16 Grad hilft die Installation von Heizkörpern dabei, Feuchtigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen. Da die Wärme zudem nach oben steigt muss in den oberen Etagen weniger geheizt werden, wodurch die Heizkosten durch die zusätzlichen Heizkörper nur unwesentlich steigen.

Sinnvolle Investitionen für Kellerräume ohne Schimmelbildung

Anstatt nur die sichtbaren Schimmelpilze zu entfernen, wenn bereits ein Befall eingetreten ist, versprechen vorbeugende Maßnahmen für mehrere Jahrzehnte einen sicheren Schutz vor der Ansiedelung neuer Schimmelpilze. Bei von außen eindringender Feuchtigkeit ist es sehr effektiv eine neue Dichtung, welche bis zum Fundament reicht, von Fachmännern einziehen zu lassen. Um diese Sanierung nicht durch Regen zu verzögern, ist es ratsam diese im Sommer durchführen zu lassen. Aus dem Erdreich aufsteigende Feuchtigkeit kann jedoch auch von innen durch das aufschlitzen und Einschieben von Blechen erfolgen, welche als Barriere gegen die Feuchtigkeit dienen. Ebenfalls von innen gegen Feuchtigkeit helfen Schutzanstriche mit einer Bitumenbeschichtung. Diese bietet für bis zu 40 Jahre eine undurchlässige Schutzschicht gegen Wasser und kann darüber hinaus noch mit Dämmplatten erweitert werden, etwa beim Umbau von Kellerräumen zu einer Einliegerwohnung.