Schimmelpilzarten – alltägliche Gefahr für die Gesundheit und die Bausubstanz

Hinter dem Grund vieler notwendig gewordener Renovierungs- und Sanierungsarbeiten im Haus, dem Keller oder der Garage steckt nicht selten die Ausbreitung von Schimmel. Über 100.000 verschiedene Pilzarten sind bisher bekannt und viele von ihnen wirken sich nicht nur negativ auf den menschlichen Organismus aus, sondern sind auch in der Lage die Bausubstanz zu zersetzen. Obwohl jede Schimmelart über einen lateinischen Namen verfügt, werden die im Haus anzutreffenden Schimmelarten häufig nach Farben wie

    • weiß
    • gelb
    • rot
    • grün und
    • Schwarzschimmel

eingeteilt. Dies erleichtert auch den Betroffenen die Auswahl der passenden Produkte, um den Schimmel bereits kurz nach der Entdeckung gezielt zu entfernen. Denn je eher der Schimmel durch eine Behandlung der betroffenen Stellen beseitigt wird, umso leichter lassen sich auch kostspielige Sanierungen und gesundheitliche Folgeerkrankungen durch den längeren Kontakt mit Schimmelpilzen vermeiden.

Wie Schimmelpilze in der Wohnung entstehen

Die Ursachen für die Entstehung von Schimmel sind zum Großteil entweder Fäulnisprozesse oder die Bildung von Kondenswasser innerhalb der Wohnung. Dies betrifft besonders die Küche und das Bad, da hier beim Duschen oder Kochen fast täglich Wasserdämpfe entstehen. Lagern sich diese als Kondenswasser in den Fugen, Zimmerwänden oder Fensterrahmen ab kann die Bildung von Schimmel eine mögliche Folge sein. Je nach Baujahr des Hauses ist auch der Keller ein idealer Nährboden für die Ausbreitung von Schimmel. Ist keine ausreichende Isolierung gewährleistet, dringen sowohl Regen- als auch Grundwasser immer wieder in die Wände ein und begünstigen so das Wachstum von Schimmel auf den Wänden selbst oder angrenzenden Möbeln oder Polstern. Am häufigsten entsteht Schimmel jedoch während der Heizperiode im Herbst und Winter. In der warmen Zimmerluft befindet sich auch gasförmige Feuchtigkeit, welche wenn die auf kältere Flächen wie Fensterscheiben oder Außenwände trifft wieder flüssig wird. Bei diesem Prozess können sich die sich auch über die Luft verbreitenden Schimmelsporen ideale Nahrungsgrundlagen vorfinden und sich ungestört und leider oft auch unbemerkt von den Wohnungsbesitzern ausbreiten. Die beste Gegenmaßnahme dagegen ist das tägliche Lüften der gesamten Wohnung dafür sollte man einmal oder mehrmals täglich die Fenster für etwa 10 Minuten komplett öffnen und nicht etwa ein Fenster für einen längeren Zeitraum gekippt geöffnet halten.

Gefahr für die Gesundheit durch unbehandelte Schimmelpilze

In den letzten Jahrzehnten konnten Ärzte und Forscher klare Zusammenhänge zwischen Schimmel und

  • Erkrankungen der Atemwege
  • Schlafstörungen
  • Allergien sowie
  • Magen-Darm Beschwerden

nachweisen. Daher sollte man bei der Entdeckung von Schimmel diesen niemals mit bloßen Händen berühren, da ansonsten die Gefahr besteht die Schimmelsporen einzuatmen. Da diese zudem nur mit dem Mikroskop zu erkennen sind, können sie sich im Lungengewebe absetzen und zu dauerhaften Beschwerden, wie chronischen Bronchitis oder Allergien führen. Senioren, Kinder und Menschen mit bereits geschwächtem Immunsystem sollten daher den Aufenthalt in Räumen mit Schimmelbildung unbedingt vermeiden und die Entfernung einem Angehörigen oder Experten überlassen.