Weißer Schimmel – unterschätztes und häufig unerkanntes Gesundheitsrisiko

Dass sich schädlicher Schimmel nicht immer durch eine schwarze Färbung zu erkennen gibt, beweist der als ebenso bedenklich geltende weiße Schimmel. Überall wo es zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit kommt, kann auch weißer Schimmel entstehen. Von Tapeten, über an Außenwände gestellte Möbel bis zu zum Streichen verwendeten Dispersionsfarben bieten viele Materialien einen idealen Nährboden für die Schimmelpilzsporen. Daher sollten auch bei einem Wasserschaden mit Wasser in Berührung gekommene Decken, Wände, Teppiche und Möbelstücke aufmerksam beobachtet werden, um weißen Schimmel bereits im Frühstadium zu erkennen. Einmal entstanden kann der weiße Schimmel relativ gut entfernt werden, um Risiken für die eigene Gesundheit zu vermeiden. Zudem neigt auch weißer Schimmel dazu sich nach einiger Zeit dunkler zu färben, was allerdings nur ein weiteres Anzeichen dafür ist, wie lange sich der Schimmelpilz bereits unbemerkt entwickeln konnte.

Typische Anzeichen für weißen Schimmel

Der beim Befall mit Schimmel typische leicht muffige Geruch fällt beim weißen Schimmel in der Regel sehr viel dezenter aus. Dies liegt daran, dass diese Schimmelpilzart sehr viel trockener ist und somit weniger Feuchtigkeit mit den im Schimmel enthaltenen Bakterien in Verbindung kommt. In Räumen mit weißen Tapeten oder Anstrichen bemerkt man den Schimmelbefall am ehesten an einer Veränderung der Oberflächenstruktur, welche man allerdings niemals mit bloßen Händen berühren sollte, um die Gefahr des Kontaktes mit der Haut und den Atemwegen zu minimieren. Bei bunten Oberflächen wirken die entsprechenden Stellen wie von Kalk überzogen und sind so deutlich auch mit bloßen Augen zu erkennen. Ein weiteres Indiz für ein Vorhandensein von weißem Schimmel ist das vermehrte Auftreten von Ungeziefer wie Silberfischchen und Kellerasseln. Kehren diese Schädlinge auch nach einer intensiven Behandlung mit Insektiziden wieder, ist es sinnvoll den jeweiligen Raum auf Spuren von weißem Schimmel zu untersuchen.



Potentielle Gesundheitsgefährdung aufgrund von weißem Schimmel

Auch wenn weißer Schimmel als eher trocken gilt, sind die entstandenen Sporen dennoch als hochgradig gesundheitsgefährdend einzustufen. Verbreitet über die Raumluft gelangen diese Sporen sowohl an die Kleidung, die Haut und über die Atemluft sogar in den Organismus. Daher sollten sowohl Kleinkinder, Schwangere, Ältere als auch bereits durch andere Erkrankungen geschwächte Personen den Aufenthalt in Räumen mit weißem Schimmel unbedingt vermeiden. Bei unbemerkt entstandenem und über einen längeren Zeitraum sich ausbreitendem weißen Schimmel können zahlreiche Erkrankungen wie

  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Hautkrankheiten
  • gereizte Augen und
  • chronische Bronchitis

zu den gesundheitlichen Folgen zählen. Um diese Folgen zu vermeiden, gilt es bereits bei der Entdeckung weißen Schimmels aktiv zu werden und auch nach der Entfernung die betroffenen Stellen für mehrere Monate aufmerksam zu beobachten.