Wo kann Schimmel auftreten?

Schimmel ist seit Jahrhunderten ein beinahe alltägliches Problem in den eigenen vier Wänden. Angefangen von langsam verfaulenden Lebensmitteln, über nass gewordene Pappkartons bis zur Schimmelbildung an den Wänden kommt jeder Mensch über die Jahre immer mal wieder mit Schimmel in Kontakt. Allen Schimmelarten gemeinsam sind dabei deren Gefahren für die Gesundheit der Personen, die sich länger in der Nähe von Schimmel aufhalten oder wohnen. Zu den Folgen können bereits für gesunde Menschen chronische Atemwegsinfekte und Allergien zählen. Deshalb ist es besonders für ältere und kranke Menschen wichtig, Schimmel schnell zu erkennen und dauerhaft sowohl die Ursache als auch die Schimmelpilze zu entfernen.

Typische Anzeichen für Schimmelpilze

Zu den sicheren Hinweisen auf einen Befall mit Schimmel zählen zuerst die typischen gut sichtbaren Spuren an Fenstern, Wänden oder Fugen. Von weiß über grün bis schwarz variieren die Farben je nach Schimmelart. Ein weiteres Anzeichen für Schimmel stellt der deutlich wahrnehmbare modrige Geruch dar, welcher unter Umständen schon lange vor den sichtbaren Spuren auftreten kann. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn an der Rückwand eines Möbelstücks unbemerkt Schimmel entsteht oder sich durch Risse in der Hauswand Schimmelbefall unter mehreren Lagen Tapete bildet. Da Feuchtigkeit die Quelle aller Schimmelpilze sind, gilt es ebenfalls nach

  • einem Wasserrohrbruch
  • Überschwemmungen oder
  • dem Einsatz von Löschwasser nach Bränden

die mit Wasser in Kontakt gekommen sind über mehrere Monate hinweg genau zu beobachten, um dem Schimmel so schnell wie möglich entgegenzuwirken.

Die Hauptprobleme für die Entstehung von Schimmel in Innenräumen

Die Entstehung von Schimmel lässt sich im Wesentlichen immer auf zu hohe Feuchtigkeit zurückführen. Während dies im Bad oder der Küche zu jeder Jahreszeit der Fall sein kann, wird in anderen Räumen eher die Heizperiode zu einem Risiko für einen hartnäckigen Schimmelbefall. Problematisch ist jedoch auch der umgekehrte Fall in Räumen, in denen ein Heizkörper fehlt wie dem Keller, der Garage oder Vorratskammern. Da Fenster in der Regel zu den kältesten Punkten in der Wohnung zählen, bildet sich auch hier ähnlich wie an Zimmerdecken leicht Kondenswasser, welcher die Bildung von Schimmel begünstigt. Als Mieter sollte man den Vermieter nach der Entdeckung von Schimmel in Kenntnis setzen und um die Beseitigung zu einem festgesetzten Zeitpunkt bitten. Gerade in Mehrfamilienhäusern liegt die Ursache für Schimmel oft in Nachbarwohnungen und kann somit nur durch den Vermieter beseitigt werden.

Wie kann ich Schimmel dauerhaft entfernen?

Kleinflächige Schimmelspuren lassen sich in der Regel gut selbst mit Hausmitteln oder Markenprodukten entfernen. Letztere haben den Vorteil, dass sie neben der Reinigung und Desinfektion auch eine Depotwirkung aufbauen, welche für einen längeren Zeitraum der Bildung neuer Schimmelpilze entgegenwirkt. Der Nachteil liegt dagegen in den in Markenprodukten häufig enthaltenen chemischen Substanzen, die diese nicht für den Einsatz in allen Räumen qualifizieren. Bei großflächigen Schimmelstellen oder immer wiederkehrenden Schimmelpilzen an einem Ort ist es dagegen ratsam, gemeinsam mit einem Fachmann auf Spurensuche zu gehen und von dessen Erfahrung zu profitieren. Denn sobald die Bausubstanz betroffen ist oder sich Schimmel unterhalb von Duschkabinen oder Badewannen gebildet hat, sind Sanierungen oft kostengünstiger als lange Selbstversuche, da sich der Schimmelpilz während dieses Zeitraums nur immer weiter ausbreitet.